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201-38-01

Führungskraft im Mittleren Management

Qualifizierung in 4 Modulen
Montag, 14.09.2020, 09.00 bis Freitag, 21.05.2021, 17.00
 

Die Leitungen der Fachbereichs-, Jahrgangsteams und der Bildungsgangsteams als Vertreter des Mittleren Managements in größeren Schulsystemen wurden in der Vergangenheit in ihrer Bedeutung als „Transmissionsriemen“ für eine systemische Schul- und Unterrichtsentwicklung zu wenig berücksichtigt. Als Mitglieder des „Mittleren Managements" stehen sie in Rolle und Funktion zwischen den Kolleg*innen und der Schulleitung. Sie koordinieren und leiten ihren Verantwortungsbereich, unterstützen und beraten Lehrkräfte, leiten Sitzungen, initiieren und managen Projekte. Während es für Schulleitungen bereits entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen gibt, sind diese Leitungskräfte bislang eher auf vereinzelte Angebote angewiesen. Die vorliegende Qualifizierungsreihe bietet einen praxisnahen und individuellen Rahmen für die persönliche
und professionelle Weiterentwicklung der Teilnehmenden. Inhalte und Anregungen aus den Qualifizierungsphasen können im konkreten Schulalltag wirksam und die damit erbundenen Erfahrungen wieder in die Qualifizierung eingebracht werden.

 

Modul 1: Von der Lehrkraft zum Mitglied des Mittleren Managements – Leitungsaufgaben und Führungsrolle authentisch und sicher ausüben
Rollenwechsel gelingt nicht auf Knopfdruck, sondern durch die Auseinandersetzungen mit den eigenen Erwartungen und den Erwartungen, die an die Leitungsperson erangetragen werden. Das Ausfüllen der eigenen Rollen führt zu der Frage nach den eigenen Werten und Haltungen. Selbstreflexion und Lernbereitschaft sind unabdingbare Voraussetzungen für authentisch gelebte Rollen.
■ Rollen und Rollenerwartungen an Leitungspersonen im Mittleren Management
■ Transmissionsriemen oder Knautschzone – eigener Umgang mit Rollenerwartungen und -konflikten
■ Führen ohne Vorgesetztenfunktion – Führungsverhalten abhängig von Situation und Person
■ Einordung der Leitungsaufgaben in die Schul- und Unterrichtsentwicklung
■ Führungsverantwortung des Mittleren Management in Veränderungsprozessen

 Modul 2: Wirksame Kommunikation in der Leitungsfunktion – erfolgreich Gespräche führen
„Ich kann alles sagen – es hat nur Wirkungen!“ - Die Teilnehmer*innen üben sich in einer professionellen Kommunikation als Führungskraft und gewinnen Sicherheit im Führen von Beratungs-, Kritik- und Konfliktgesprächen. Nach einer kurzen Verständigung über Grundlagen wirksamer und erfolgreicher Kommunikation werden folgende Aspekte esonders herausgearbeitet: 
■ Gelingensbedingungen für wirksame Kommunikationsprozesse
■ Innere Klärung als Voraussetzung für Klarheit in der Kommunikation
■ Sicherheit im Führen von Beratungs- und Kritikgesprächen
■ Effektive Gestaltung von Konferenzen und Teambesprechungen

Modul 3: Teams führen – Teamarbeit entwickeln
„Together everyone achieves more“ oder „Toll, ein anderer macht´s!“ – Teams leiten und führen ist kein Selbstläufer, die Potentiale des Einzelnen erkennen und für das Team nutzen, zielorientiert zu arbeiten und nicht nur die Ergebnisse überprüfen sondern auch das Miteinander, all dies und noch viel mehr sind die Herausforderungen an die Leitungsperson und das Team. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind:
■ Was brauchen Teams? – Rollen im Team erkennen und konstruktiv nutzen
■ Teamarbeit als Leitungs- und Organisationsprinzip meiner Schule
■ Teamziele definieren und verbindliche Vereinbarungen treffen – Arbeit in Projekten
■ „Worauf legen wir Wert in unserer Teamarbeit – Wie gehen wir mit Unverbindlichkeit um?“ – Methoden zur Initiierung von Entwicklungs- und Reflexionsphasen
■ Management in der Teamleitung - Management für mich selbst

Modul 4: Konstruktiver Umgang mit Konflikten/Widerständen im Team – eine Führungsaufgabe
Konflikte und Widerstand werden häufig als lästig und störend empfunden. Doch sie sind normal, wenn Menschen miteinander zu tun haben. Sie transportieren häufig verschlüsselte Botschaften und haben als „Frühwarnsystem“ die wichtige Funktion für die Leitungspersonen, in Veränderungsprozessen die betroffenen Kolleg*innen zu Beteiligten zu machen. Die Herausforderung besteht darin, diese Konflikte und Widerstände konstruktiv zu bearbeiten und sie für Entwicklungsprozesse zu nutzen. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind:
■ Widerstand als notwendiges Element in Veränderungsprozessen
■ Mehr Sicherheit im Führen von Konfliktgesprächen
■ Kollegiale Fallberatung in individuellen Beratungs- und Konfliktsituationen
■ Strategien im konstruktiven Umgang mit Konflikten und Widerständen in Veränderungsprozessen

PDF zum Qualifizierungskurs

Fortbildungstage: 16 halbe Tage

 

 

Termine:
Modul 1: Montag, 14.09.2020, 09.00 Uhr – Dienstag, 15.09.2020, 17.00 Uhr Modul 2: Mittwoch, 25.11.2020, 09.00 Uhr – Donnerstag, 26.11.2020, 17.00 Uhr Modul 3: Montag, 08.02.2021, 09.00 Uhr – Dienstag, 09.02.2021, 17.00 Uhr Modul 4: Donnerstag, 20.05.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 21.05.2021, 17.00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
Zielgruppe: Führungskräfte im Mittleren Management, an Führungsaufgaben Interessierte aller Schulformen
Referenten:

Ernst Jünke
Trainer in der Schulleitungsqualifizierung des Niedersächsischen Kultusministeriums. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Systematische Qualitätsentwicklungsprozesse in Schulen mit den Arbeitsfeldern Führung, Change Management, datenbasierte Unterrichtsentwicklung, Personal- u. Organisationsentwicklung sowie die Arbeit mit Masterplänen.

Teilnahmebeitrag:530,00 €
inkl. Verpflegung und Übernachtung
530,00 € 4

201-40-01

Wertschätzende Kommunikation in der Schule – Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg

Basisausbildung – Qualifizierung in 5 Modulen
Montag, 28.09.2020, 09.00 bis Freitag, 23.04.2021, 17.00
 

Diese Modulreihe beschäftigt sich mit der Erweiterung von Kommunikationsfähigkeiten, die Sie darin unterstützen, Werte von Kooperation und Menschlichkeit im Schulalltag
zu leben. Neben der Erfüllung von Lehrplänen ist es immer wieder eine Herausforderung, ein Klima der Mitbestimmung und Kooperation herzustellen. Auseinandersetzungen sind oft vorprogrammiert. Im Mittelpunkt steht daher die Vermittlung von Handwerkszeug, um tragfähige Kontakte aufzubauen. Eine Mischung aus Theorie und Praxis wird Sie für die Anwendung der Inhalte in Ihrem Alltag rüsten. Denn von der Fähigkeit, Konflikte zu meistern und respektvoll zu kommunizieren, profitieren alle Beteiligten: Lehrer*innen, Schüler*innen, Schulleitung und Eltern.
Nach Abschluss der Ausbildung erhalten Sie ein Zertifikat, welches sowohl der Fachverband der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) als auch das Center for Nonviolent Communication (CNVC) als Teil der eigenen qualitätsorientierten Qualifikation in vollem Umfang anerkennt.

Modul 1: Einführung in die Wertschätzende Kommunikation
Sich offen und ehrlich mitzuteilen, erweist sich in vielen Alltagssituationen als Balanceakt. Meist ist die Sorge groß, unter Umständen die Beziehung auf eine harte Probe zu stellen. Mit der Methode der GFK erfahren Sie, wie es gelingen kann, sich aufrichtig mitzuteilen und die Kooperationsbereitschaft des Gegenübers zu erhöhen. Der sprachliche Ausdruck ändert sich und zuvor gewohnheitsmäßige, automatische Antworten wandeln sich in bewusste und klare Rückmeldungen. Sich klar für seine Anliegen einzusetzen und gleichzeitig zu berücksichtigen, welche Auswirkungen dieses Tun auf andere hat, löst neue Dynamiken aus. In einer interaktiven, sicheren Lernumgebung wird an konkreten Beispielen erarbeitet, wie eine empathische Haltung zu gegenseitigem Respekt und Vertrauen beitragen kann und gegenseitiges Verständnis fördert.

Modul 2: Vertiefung der GFK (Gewaltfreie Kommunikation)
Dieses Modul dient der Vertiefung und Fortsetzung durch Übungen des sich Mitteilens und Zuhörens. Wie kann ich meine Bedürfnisse verwirklichen und die der anderen besser
verstehen, ohne einverstanden sein zu müssen? Hier entwickeln Sie eine tiefere Bewusstheit über sich selbst und die eigenen Werte, um einen neuen Umgang zu pflegen. Sie werden erfahren, wie Sie sich kraftvoll für eigene Anliegen einsetzen können, ohne auf Strategien der Dominanz oder Manipulation zurückgreifen zu müssen. Hiermit eröffnen Sie neue Räume, so dass auch andere bereit sind, unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen. Unterrichtsgestaltung, die sich an Bedürfnissen in der Kommunikation orientiert, trägt zum Lernen und Wohlbefinden bei. Der Schwerpunkt liegt auf dem Üben und Ausprobieren der einzelnen Schritte anhand konkreter Situationen aus dem Schulalltag.

Modul 3: Schwierige Gespräche
Im schulischen Umfeld lässt sich die GFK auf mehreren Ebenen anwenden, sei es mit Schüler*innen, deren Eltern oder mit Kolleg*innen und Vorgesetzten. Um schwierige Gespräche zu tragfähigen und fairen Vereinbarungen führen zu können, bedarf es einer Erweiterung der Empathiefähigkeit. Im Zentrum stehen der Umgang mit Ärger und Kritik: Wie ist es möglich, Urteile und verbale Angriffe nicht mehr persönlich zu nehmen, sondern mit Humor und Gelassenheit zu begegnen? Oft  ähneln sich die Ursachen von Missverständnissen, aufbrausenden Emotionen und Sprachlosigkeit. Die Thematisierung der Anliegen hinter unkooperativem Verhalten unter Wahrung der eigenen Ressourcen in einer professionellen Rolle ermöglicht den Aufbau eines tragfähigen Kontaktes. Dies ist die Grundlage für die Optimierung einer entspannteren Arbeitsumgebung in der Schule.

Modul 4: Konfliktmanagement im Schulalltag
Wenn Konflikte zu eskalieren drohen, wird es zur Herausforderung, Widerstand in Kooperation umzuwandeln. Es gilt, einerseits klare Grenzen zu setzen ohne zu verletzen, andererseits aber auch Grenzen zu wahren, um auf Augenhöhe bleiben zu können. Dazu ist es wichtig, Vereinbarungen gemeinsam zu treffen und Alternativen zu suchen, die ohne Strafe und Belohnung auskommen. Wie gelingt es, Schüler*innen in Entscheidungen einzubinden und mit Situationen umzugehen, wenn Vereinbarungen gebrochen werden? Mit den erlernten Methoden werden Sie auch Schüler*innen befähigen, Konflikte untereinander selbständig zu lösen, und entlasten sich selbst von zeitraubenden Interventionen.

Modul 5: Integration in den Schulalltag
GFK unterstützt die Entwicklung einer Pädagogik, in der Unabhängigkeit und Gegenseitigkeit parallel entwickelt werden. Gleichzeitig ist es nicht immer einfach, die Dynamik in einer vielfältigen Gruppe mit verschiedensten Bedürfnissen und Wünschen in einem stressvollen Alltag zu verwirklichen. Wie kann man klare Grenzen setzen, ohne Schuld zu vermitteln, ohne zu strafen oder zu drohen, wenn das Verhalten nicht im Einklang mit den eigenen Werten ist? Wie kann ich gut für mich selber sorgen? Es braucht viel Übung, ein Schulfach zu unterrichten und gleichzeitig auf eine Kommunikation zu achten, die die sozialen Fähigkeiten der Schüler*innen fördert. Hier wird es noch einmal viel Gelegenheit zum Üben geben.

PDF zum Qualifizierungskurs

Fortbildungstage: 20 halbe Tage

Termine:
Modul 1: Montag, 28.09.2020, 09.00 Uhr – Dienstag, 29.09.2020, 17.00 Uhr Modul 2: Montag, 16.11.2020, 09.00 Uhr – Dienstag, 17.11.2020, 17.00 Uhr Modul 3: Dienstag, 26.01.2021, 09.00 Uhr – Mittwoch, 27.01.2021, 17.00 Uhr Modul 4: Montag, 15.03.2021, 09.00 Uhr – Dienstag, 16.03.2021, 17.00 Uhr Modul 5: Donnerstag, 22.04.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 23.04.2021, 17.00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulformen
Referenten:

Elke Wilhelm
Bildungswissenschaftlerin/Pädagogin, Mediatorin, beim CNVC zertifizierte und beim Fachverband anerkannte Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation, Moderatorin Systemischer Entscheidungsprozesse / Dynamic Facilitation

Teilnahmebeitrag:640,00 €
inkl. Verpflegung und Übernachtung
Weitere Informationen: Wilhelm-Kempf-Haus: Modul 1und 3 / Priesterseminar Limburg: Modul 2, 4 und 5
640,00 € 14

201-43-02

Schul- und Unterrichtsentwicklung in der digitalen Transformation gestalten

Qualifizierung in 5 Modulen für Schulteams
Donnerstag, 22.10.2020, 10.30 bis Freitag, 08.10.2021, 17.00
 

Mit dem Qualifizierungsangebot wollen wir Schulen Orientierungspunkte geben für einen achtsamen, pädagogisch begründbaren und gleichzeitig auf eine frische Art erkundenden Umgang mit all den Möglichkeiten, die durch die vorhandene Digitalisierung neu entstehen.
Schulleitungen gestalten die Zukunft ihrer Schulen: Sie begreifen Digitalisierung als Katalysator für eine sich verändernde Unterrichtskultur, integrieren Digitalität in die Kultur der Schule, verabreden Arbeitsstrukturen, entwickeln und steuern eine Digitalisierungsstrategie im Dialog mit Schulträgern und anderen Akteuren. Sie reflektieren ihr Grundverständnis für das Zusammenwirken pädagogischer Prozesse und technischer Infrastruktur und ordnen Digitalisierung in ein gesamtgesellschaftliches Wirkungsgefüge ein.
Welchen Beitrag kann digitalisierte Schule und digitalisierter Unterricht im Umgang mit Heterogenität bzw. einer veränderten Schülerschaft leisten? Was kann ein pädagogisch intelligenter Einsatz digitaler Medien zu mehr Teilhabe an der digitalisierten Welt beitragen? Und in welchen kulturellen Veränderungen wachsen unsere jungen Generationen auf? Im Bereich Unterrichtsentwicklung entwerfen Sie Grundzüge einer Didaktik der Digitalisierung. Dabei lernen Sie Apps und Lernmanagementsysteme kennen und reflektieren Chancen und Perspektiven verschiedener Systeme für das Lernen, die Teamund Unterrichtsentwicklung in ihrer Schule. Dabei lernen Sie auf Innovation bezogene Methoden, wie z.B. Design Thinking, Elemente der Zukunftsforschung nach „Theorie U“ kennen.

Wie arbeiten wir?
Die Qualifizierung ist als Prozess angelegt. Sie werden als Schulteam in jedem Modul an Ihren eigenen schulischen Fragestellungen arbeiten und Transfermöglichkeiten für Ihren Alltag entwickeln. Methodisch findet ein permanenter Wechsel zwischen Erfassen der Vorerfahrungen – Input – Diskussion – Transfer in das eigene Arbeitsfeld – Reflexion der Arbeitsergebnisse statt. Jede teilnehmende Schule bildet mit ein oder zwei weiteren eine feste Lern- und Austauschgruppe. Zwischen den Modulen findet mindestens ein (virtuelles) Arbeitstreffen zwischen den Lernpartnern statt. Hierbei können die Schulen durch Coaches unterstützt werden.

Welche Zielgruppe?
Die Qualifizierung richtet sich an Schulteams, bestehend aus Schulleitung, Medienbeauftragte*r, Pädagogischen Leitungen / an Unterrichtsentwicklung interessierten Kolleg*innen mit der Bereitschaft zur Entwicklung eines konkreten Reformvorhabens in der eigenen Schule sowie einer hohen Motivation zur Mitarbeit.

Modul 1: Start Up
Kennenlernen der Teilnehmenden auch auf dem Hintergrundmöglicher Netzwerkbildungen.Informationen zu Prozess-Struktur und Rahmen sowie den geplanten Inhalten der Modulreihe. Ein Abgleich und mögliche Anpassung an die konkreten Bedarfe der Teilnehmenden. Einrichtung einer Kursplattform.

Modul 2: Digitalisierung von Schule und Unterricht: Die Rolle der Schulleitung im Transformationsprozess unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Veränderung
In diesem Modul wird, ausgehend von den in Kollegien, Elternschaft und Gesellschaft verbreiteten Haltungen, die sich zwischen Skepsis und Euphorie bewegen, die zentralen Aspekte digitaler Schul- und Unterrichtsentwicklung ansprechen. Zu klären ist, welchen Umgang Schule mit Digitalität finden muss, damit sie für alle Schülerinnen und Schüler eine Vorbildfunktion einnehmen kann. Dies ist gerade für Kinder aus bildungssystemfernen Familien von großer Bedeutung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die useinandersetzung mit Modellen zur Gestaltung nachhaltig wirkender Veränderungsprozesse. Die Teilnehmenden vertiefen ihre Kenntnisse über Potentiale und Auswirkungen der voran-schreitenden Digitalisierung in der Schule, erweitern ihr Verständnis für digitale Prozesse, setzen sich mit Instrumenten zur Gestaltung nachhaltiger Entwicklungsprozesse
auseinander und erkennen neue Möglichkeiten zur Stärkung von selbständigem und individualisiertem Lernen.

Modul 3: Mediendidaktik als strategische Aufgabe der Schulleitung
„In diesem Modul werden digitale Instrumente für Schulen vorgestellt und angewendet, die nachweislich neue Möglichkeiten für das Unterrichten und Lernen in folgenden Bereichen bedeuten: Selbststeuerung, Selbstbestimmung, Feedback, Peer Learning, individualisierte Rückmeldungen über Lernerfolge und die Förderung der kollegialen Zusammenarbeit in professionellen Lerngemeinschaften. Digitale Werkzeuge sind geeignet, Unterrichtsentwicklung im Hinblick auf Individualisierung und Umgang mit Heterogenität voranzubringen. Dazu müssen Schulleitungen in die Lage versetzt werden, die Potentiale digitaler Lernumgebungen vor dem Hintergrund des Ziels individueller Förderung von Schülerinnen und Schülern auszurichten. In diesem Zusammenhang sollen exemplarisch Bausteine und Leitlinien schulischer Medienkonzepte auf der Basis vorhandener Landesvorgaben erarbeitet werden, die pädagogische und technische Aspekte so miteinander verknüpfen, dass die Teilnehmenden z.B. dazu befähigt werden, sog. Pflichtenhefte für kommerzielle Anbieter in Zusammenarbeit mit dem Schulträger zu erstellen.

Modul 4: Der Einsatz von Kommunikationsplattformen und Lernmanagementsystemen in der Schule
Führungskräften wird ermöglicht, die zentralen Funktionen und die Potentiale, die Lernmanagementsysteme im Allgemeinen bieten sollten, vor dem Hintergrund der pädagogischen Ziele ihrer Schule auszuschöpfen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Konzepte kennenlernen, selbst entwickeln und reflektieren, mit denen partizipative Führung und kollegiale Kooperationen in professionellen Teams, Arbeitsgruppen, Seminargruppen etc. durch digitale Kommunikation unterstützt werden können. Dabei wird es auch um die Wissensorganisation auf Servern gehen, aber vor allem um die Gestaltung interaktiver und partizipativer Kommunikations- und Diskussionsprozesse auf digitalen Plattformen. Die Auseinandersetzung mit wertschätzender Kommunikation ist eng verknüpft mit den Inhalten des Moduls.

Modul 5: Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien in Bildungsnetzwerken
Die Veränderungspotentiale, die sich für die Unterrichtskultur durch die Digitalisierung ergeben, sind enorm. Empirische Studien belegen, dass Changemanagement-Prozesse dort den größten Effekt haben, wo alle Partner im Bildungswesen in regionalen Netzwerken kooperieren und Schulentwicklung als bildungsbiografisch orientierte, regionale Aufgabe verstanden haben. Anlässlich der finanziellen und pädagogischen Herausforderungen scheint dies auch im Bereich der Digitalisierung unerlässlich. In diesem Modul werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Digitalisierung als Chance reflektieren, sich als Teil eines Bildungsnetzwerkes zu positionieren, in dem Kooperation und Kollaboration handlungsleitend sind. Ebenso wird die Frage aufgegriffen, wie Steuerungswissen mit Bordmitteln generiert werden kann, um die jeweiligen Maßnahmen wirkungsorientiert zu steuern.

PDF zum Qualifizierungskurs

Fortbildungstage: 18 halbe Tage

 

 

 

 

Termine:
Modul 1: Donnerstag, 22.10.2020, 10.30 Uhr – Donnerstag, 22.10.2020, 16.30 Uhr Modul 2: Donnerstag, 12.11.2020, 09.00 Uhr – Freitag, 13.11.2020, 17.00 Uhr Modul 3: Donnerstag, 11.02.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 12.02.2021, 17.00 Uhr Modul 4: Donnerstag, 18.03.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 19.03.2021, 17.00 Uhr Modul 5: Donnerstag, 07.10.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 08.10.2021, 17.00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
Zielgruppe: Schulteams mit drei Personen: Schulleitung, Medienbeauftragte*r, Pädagogische Leitung / an Unterrichtsentwicklung interessierte Lehrkräfte aller Schulformen
Referenten:

Martin Fugmann
Ehemaliger Leiter German International School of Silicon Valley, heute Leiter des evangelisch-stiftischen Gymnasiums Gütersloh, Studienleiter des Programms Digital Learning Leadership bei der Deutschen Akademie für Pädagogische Führungskräfte DAPF

Veronika Schönstein
Schulrätin, Organisationsentwicklerin, Erfahrung in der Gestaltung und Durchführung von Bildungsprojekten wie z.B. Modellieren von Bildungsregionen als Pilotprojekt, Entwicklung und Implementierung von Bildungsmanagement- Strukturen; Konzeption und Durchführung von Führungskräftequalifizierungen

Teilnahmebeitrag:640,00 €
inkl. Übernachtung und Verpflegung
640,00 € 13

201-44-01

Lernziel Wohlbefinden und Lernfreude in der Schule

Schulfach Glück - Qualifizierung in 6 Modulen
Montag, 26.10.2020, 09.00 bis Mittwoch, 05.05.2021, 17.00
 

Im Jahre 2007 tat sich der Heidelberger Schulleiter Dr. Ernst Fritz-Schubert mit Experten zusammen und entwarf das „Fach Glück“. Das baden-württembergische Kultusministerium unterstützte den Vorstoß. Seither steht das Fach Glück offiziell auf dem Stundenplan vieler Schulen im In- und Ausland.
Aber was ist hier mit Glück gemeint? Es geht um die Suche nach den guten Gründen für gelingendes Leben. Dazu gehört die Entdeckung des eigenen Selbst mit all seinen Potentialen auf dem Weg zu einer persönlichen Meisterschaft, die Suche nach dem Sinn und den wirklich wichtigen Menschen im Leben. Dabei darf die Lebensfreude ebenso wenig vergessen werden wie die heitere Gelassenheit, um nicht in jeder Krise eine Katastrophe zu sehen, sondern sie als Herausforderung zu begreifen. Zufriedenheit und Lebenskompetenz sind das Ziel des Schulfachs Glück. Dazu zählen Sinnfindung, Geborgenheit, soziale Beziehungen, selbstbestimmtes Handeln, Selbstakzeptanz, Umweltbewältigung, und die persönliche Weiterentwicklung.
Die Qualifizierung möchte ermöglichen, die Inhalte bei sich selbst und im Unterricht wirksam werden zu lassen, sowie in kleinen Schritten in die Schulkultur und damit in den jeweilig laufenden Schulentwicklungsprozess zu implementieren.

 

Modul 1 - Stärken:
• Überblick und Grundhaltung
• Freude am Leben: Vertrauen, Wertschätzung
• Stärken entdecken, Empathie & Impathie
• Ressourcen und Potenziale entdecken
• Mit Schwächen umgehen und Glaubenssätze hinterfragen

Modul 2 - Vision:
• Träume und Wünsche als Gestaltungspotenzial verstehen
• Intrinsisch motivierte Änderungswünsche wahrnehmen
• Motive des eigenen Handelns erkennen
• Voraussetzungen für Selbstentfaltung und Gestaltung einer attraktiven Zukunft schaffen

Modul 3 - Entscheidungen:
• Ganzheitliche Entscheidungen treffen
• Eigene Werte ermitteln
• Tetraedermodell
• Entwicklungsziele definieren
• Affektregulation erkennen
• Arbeit mit Repräsentanten

Modul 4 - Planung:
• Gestaltungspotenziale nutzen
• Hindernisse als Herausforderungen verstehen
• Planungshorizonte abstecken
• Eigene und fremde Ressourcen aktivieren, um Ziele zu realisieren
• Herausforderungen begegnen

Modul 5 - Umsetzung:
• Stressprävention
• Kommunikation
• Konfliktdynamik
• Gesundheit erhalten
• Gruppendynamik verstehen und nutzen
• Mit Erfolg und Scheitern kompetent umgehen

Modul 6 - Bewertung:
• Reflexion und Bewertung nutzen, um Erfahrungen bewusst für die Zukunft als Ressourcen bereit zu stellen
• Reflexionsmethoden verstehen
• Balance bewahren und Trauer gut bewältigen
• Lust auf die Zukunft generieren

PDF zum Qualifzierungskurs

Fortbildungstage: 24 halbe Tage

Termine:
Modul 1: Montag, 26.10.2020, 09:00 Uhr – Dienstag, 27.10.2020, 17:00 Uhr Modul 2: Donnerstag, 12.11.2020, 09:00 Uhr – Freitag, 13.11.2020, 17:00 Uhr Modul 3: Dienstag, 08.12.2020, 09:00 Uhr – Mittwoch, 09.12.2020, 17:00 Uhr Modul 4: Mittwoch, 17.02.2021, 09:00 Uhr – Donnerstag, 18.02.2021, 17:00 Uhr Modul 5: Mittwoch, 17.03.2021, 09:00 Uhr – Donnerstag,18.03.2021, 17:00 Uhr Modul 6: Dienstag, 04.05.2021, 09:00 Uhr – Mittwoch, 05.05.2021, 17:00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulformen
Referenten:

Tobias Rohde
Lehrtrainer für Schulfach Glück am Fritz-Schubert-Institut
Lehrtrainer für Positive Pädagogik

Elke Wilhelm
Bildungswissenschaftlerin/Pädagogin, Mediatorin, beim CNVC zertifizierte und beim Fachverband anerkannte Trainerin der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), Moderatorin Systemischer Entscheidungsprozesse und Dynamic Facilitation

Teilnahmebeitrag:750,00 €
inkl. Verpflegung und Übernachtung
Weitere Informationen: Wilhelm-Kempf-Haus, 65207 Wiesbaden-Naurod: Modul 1, 4 und 5 Priesterseminar Limburg: Modul 2, 3 und 6

201-48-02

Ermutigungspädagogik

Qualifizierung in 4 Modulen
Dienstag, 24.11.2020, 09.00 bis Freitag, 18.06.2021, 17.00
 

Das Führen einer Gruppe ist die hohe Kunst der Pädagoginnen und Pädagogen. Ihre Fähigkeit zur Gestaltung von Beziehungen sowie ihre kommunikativen Kompetenzen sind wichtige Faktoren, um Kinder und Jugendliche zum erfolgreichen Lernen zu führen. Die Ermutigungspädagogik auf der Grundlage der Individualpsychologie von Alfred Adlers bietet nützliches Handwerkszeug für gute Beziehungen, um Motivation aufzubauen und Lernprozesse in Gang zu bringen. Ermutigung bewirkt eine Änderung der inneren Haltung mir selbst und Anderen gegenüber.
Verhaltensänderung basiert nicht nur auf Wissen, sondern vor allem auf dem Tun. Lang erlerntes Verhalten wird nicht nach kurzer Zeit abgelegt, sondern bedarf einer kontinuierlichen Übung und Reflexion. Das Konzept der Ermutigungspädagogik bietet Ihnen die Möglichkeit, ermutigende Erziehungsmethoden einzuüben, sich eigener Bedürfnisse, Wertvorstellungen und Gefühle bewusst zu werden, den Fähigkeiten Ihrer Schüler*innen mehr zu vertrauen und somit Sicherheit und Gelassenheit in den täglichen Aufgaben zu steigern.

Modul 1: Ermutigung und Zugehörigkeitsgefühl im Zusammenhang mit (Stör-)Verhalten
Kinder und Jugendliche haben ihre eigenen Ziele und Bedürfnisse. Werden diese befriedigt, entwickeln sie ihre Fähigkeiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Kinder und Jugendliche, die sich nicht zugehörig fühlen, fühlen sich meist ungeliebt, sie finden ihren Platz nicht – sie sind schlicht entmutigt. Deshalb versuchen sie, mit ihren Mitteln zum Ziel zu kommen, indem sie z.B.
■ solange nerven, bis sie beachtet werden,
■ machen, was sie wollen, damit sie der Boss sind,
■ anderen wehtun, weil ihnen wehgetan wurde
■ oder sich aufgeben.
Dieses Modul zeigt die Auswirkungen des Zugehörigkeitsgefühls und wie dieses durch Ermutigung gestärkt werden kann. Verstehen wir das Ziel, das hinter dem Verhalten steht, wird klar, warum all diese Schüler*innen Ermutigung brauchen. Wir erarbeiten Formen der Ermutigung, und Sie spüren schnell die Auswirkungen auf sich selbst und den Umgang mit den Schüler*innen sowie anderen Menschen.

Modul 2: Gleichwertigkeit leben und respektvoll Grenzen setzen
Schüler*innen unserer Zeit fordern Gleichwertigkeit. Sie sind bereit konstruktiv mitzuarbeiten, wenn Erwachsene ihnen mit Respekt begegnen. Wenn Pädagog*innen Befehle erteilen, führt dies schon mal zu Machtkämpfen. Strafen und Drohungen führen i.d.R. zu Demütigungen und geben vermeintlich das Recht, andere zu demütigen, zu verletzen. Dieses Modul gibt Anregungen,
■ wie man Schüler*innen respektvoll Grenzen setzen kann,
■ wie wichtig dabei Wahlmöglichkeiten sind, also die Partizipation der Kinder
■ und weshalb Konsequenzen und logische Folgen als Orientierung für die Kinder und Jugendlichen notwendig sind.
Die Schüler*innen spüren den direkten Zusammenhang zwischen Verhalten und den daraus resultierenden Folgen. Konsequentes Zulassen und Anwenden von logischen Folgen macht sie zu verantwortlichen und gleichwertigen Menschen und führt somit zu einer spannungsfreieren Atmosphäre in der Gruppe.

Modul 3: Demokratie praktizieren und ermutigend kommunizieren
In diesem Modul wollen wir durch gezielte Übungen einander (aktiv) zuhören, durch ermutigende, praktische Methoden und klare Sprache sorgsam mit dem Anderen umgehen, um somit präsent, echt und klar auf die Schüler*innen sowie deren Eltern zu wirken und mehr eigene Sicherheit und Überzeugungskraft zu gewinnen.
Lernende und Lehrende können die Anwendung der Ermutigung besonders lebensnah im Klassenrat praktisch umsetzen. Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Partizipation in der Schule. Sie kann so zu einem entspannteren Ort für alle Beteiligten werden. Folgende Inhalte werden u.a. erarbeitet: Vorbereitung, Struktur und Verlauf der Klassenrats-Sitzungen, Ämter und Rolle der Lehrkraft, Themen im Klassenrat, Kinderrechte als Basis und Gesprächstechniken. 

Modul 4: Persönlichkeit überzeugt – Die Grundrichtung des ICH
Warum reagiere ich in bestimmten Situationen/bei bestimmten Schüler*innen wie ich reagiere, meine Kollegen aber ganz anders? Lern- und gemeinschaftsförderndes Lernklima hängen stark von individuellen Prägungen der erziehenden Persönlichkeit ab. Diese sog. Prioritäten oder Tendenzen zu bestimmten Handlungsweisen kann man ermutigt oder entmutigt leben; es gibt immer eine Wahl.
Um die Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen zu verstehen, ist es nicht nur wichtig, die eigenen Prägungen und Verhaltensweisen zu kennen, sondern auch die Art, wie man dazu gekommen ist, seine Eigenart zu entwickeln. Wenn ich erkenne, welche Werte mir als Kind vermittelt wurden und welche Erfahrungen mich besonders geprägt haben, ergeben sich daraus weitere Erkenntnisse für mein Denken, Fühlen und Handeln bei der Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen. Damit erweitern sich meine Handlungskompetenzen.

PDF zum Qualifizierungskurs

Fortbildungstage: 16 halbe Tage

Termine:
Modul 1: Dienstag, 24.11.2020, 09.00 Uhr – Mittwoch, 25.11.2020, 17.00 Uhr Modul 2: Donnerstag, 04.03.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 05.03.2021, 17.00 Uhr Modul 3: Montag, 26.04.2021, 09.00 Uhr – Dienstag, 27.04.2021, 17.00 Uhr Modul 4: Donnerstag, 17.06.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 18.06.2021, 17.00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
Zielgruppe: Lehrkräfte und sozialpädagogische Kräfte aller Schulformen
Referenten:

Bärbel Hörner
Individualpsychologische Beraterin, Ermutigungspädagogin, Encouraging-Trainerin, Supervisorin, Elterntrainerin, Gestaltberaterin, Ausbilderin zum Ermutigungstrainer für Kinder und Jugendliche. Hat als Lehrerin viele Jahre die Ermutigungspädagogik praktiziert.

Teilnahmebeitrag:530,00 €
inkl. Verpflegung und Übernachtung
Weitere Informationen: Wilhelm-Kempf-Haus: Modul 1 und 2 / Priesterseminar: Modul 3 und 4
530,00 € 12

201-49-00

Medienkompetenz in der Schule

Qualifizierung in 3 Modulen
Montag, 30.11.2020, 09.00 bis Mittwoch, 24.03.2021, 17.00
 

Der digitale Wandel umfasst alle gesellschaftlichen Bereiche;dass Schule in besonderer Weise herausgefordert ist, wird immer deutlicher: Es reicht nicht, digitale Technik anzuschaffen, sondern Unterricht und Schule müssen angesichts der aktuellen Herausforderungen neu gedacht werden. Denn Schule muss sich dieser Herausforderung stellen, wenn sie auch weiterhin junge Menschen auf sich stark verändernde Lebens- und Arbeitswelten vorbereiten und dazu beitragen will, „dass die Schülerinnen und Schüler ihre Persönlichkeit in der Gemeinschaft entfalten können.“ (Hess. Schulgesetz § 2)
Im Zentrum stehen dabei Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer, in denen sie Kompetenzen erwerben können, die sie an ihre Schülerinnen und Schüler vermitteln. Die Fortbildung wird modular in drei Teilen angeboten, die aufeinander aufbauen: Nach einer grundsätzlichen Einführung folgen zwei praxisorientierte Module zu didaktischen Tools
und zu werteorientierter (Medien-)Bildung.

Modul 1:
Was wird eigentlich unter dem Narrativ „Digitalisierung“ verhandelt und warum tun wir uns damit bisweilen in schulischen Kontexten so schwer? Welche Veränderungen in der
Gesellschaft sind absehbar – und wie soll Schule für Berufe und mStudiengänge qualifizieren, die es heute noch gar nicht gibt? Was sind die Chancen und Herausforderungen dieser Veränderungen für Schule? Welche Antwortansätze gibt es eigentlich zu den unbestreitbaren Herausforderungen, und wie ist mit dem Veränderungsdruck realistisch umzugehen? Förderprogramme wie z.B. der Digitalisierungspakt legen den Fokus auf notwendige Investitionen, verstellen aber potenziell den Blick dafür, dass Schule und Unterricht zunächst neu gedacht werden müssen, was wiederum einen entsprechenden Fortbildungsbedarf von Lehrerinnen und Lehrern bedeutet. Ein Ansatzpunkt
angesichts radikaler Veränderungen in der Gesellschaft ist das Bemühen um eine wertorientierte Bildung und Erziehung – auch mit digitalen Medien, Methoden und Angeboten.

Modul 2:
Zur Vertiefung und praktischen Fortsetzung von Modul 1 geht es um allgemeine wie fachbezogene Didaktik – beide profitieren von digitalen Tools und Plattformen, indem sie erweiterte Möglichkeiten des Lernens und Lehrens realisieren. Was braucht es dafür? Und vor allem: Welche Tools gibt es, mit denen z.B. Zusammenarbeit innerhalb wie außerhalb der Klassegelingen kann? In der Praxis erprobte Methoden, Werkzeuge und Unterrichtsbausteine werden vorgestellt und direkt vor Ort erprobt.

Modul 3:
„Schule neu denken“ ist die logische Konsequenz des digitalen Wandels im Bildungssektor. Aber was heißt das konkret? Und wie kann das gelingen? Aus Best-practice-Beispielen und eigenen Erfahrungen lassen sich Tipps und Empfehlungen für die jeweils eigene Schule gewinnen. 
Schließlich ist Digitalisierung immer in Medien kodiert – und Medien enthalten immer Werte und wertbezogene Botschaften. Wie ist mit den defizitären Formen wie Hate speech und Fake News umzugehen, und wie können Wertebildung und Medienbildung positiv gelingen?

Bitte bringen Sie Ihr Smartphone und Tablet oder Laptop mit!

PDF zum Qualifizierungskurs

Fortbildungstage: 12 halbe Tage

 

Termine:
Modul 1: Montag, 30.11.2020, 09.00 Uhr – Dienstag, 01.12.2020, 17.00 Uhr Modul 2: Montag, 01.02.2021, 09.00 Uhr – Dienstag, 02.02.2021, 17.00 Uhr Modul 3: Dienstag, 23.03.2021, 09.00 Uhr – Mittwoch, 24.03.2021, 17.00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
Zielgruppe: Lehrkräfte der Sek I und II
Referenten:

Prof. Andreas Büsch
Prof. für Medienpädagogik und Kommunikationswissenschaft an der Kath. Hochschule Mainz, Leiter der Clearingstelle Medienkompetenz der Deut-schen Bischofskonferenz an der KH Mainz Jürgen Drewes Lehrer (Deutsch, Katholische Religion, Sport). Leitet seit 2015 Tabletklassen und
unterrichtet Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe mit digitalen Medien.

Jürgen Drewes
Lehrer am Bischöflichen Clara-Fey-Gymnasium (Deutsch, Katholische Religion, Sport) in Schleiden, außerdem Beauftragter für Religionspädagogik am Ka-techetischen Institut in Aachen. Leitet seit 2015 Tabletklassen und unterrichtet Schüle-rinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe mit digitalen Medien.

Teilnahmebeitrag:420,00 €
inkl. Verpflegung und Übernachtung
420,00 € 12

211-12-02

Achtsamkeit in der Schule

Qualifizierung AISCHU in 3 Modulen
Donnerstag, 25.03.2021, 09.00 bis Donnerstag, 24.06.2021, 17.00
 

Ein theoretischer und praktischer Boden für eine Haltung der Achtsamkeit ermöglicht Lehrkräften, ihre Resilienz und ein Gespür für die eigenen Grenzen zu erhöhen. Die Fortbildungsreihe vermittelt eine Achtsamkeitspraxis und Inspiration für die Freudequellen im Schulalltag zur Förderung einer authentischen Beziehung zu den Schüler*innen.
Darüber hinaus geht es zugleich um eine Vermittlung dieser Achtsamkeitspraxis im Unterricht über das Curriculum AISCHU als wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsentfaltung von Schüler*innen.
Als Arbeitsgrundlagen für das Seminar dienen für Modul 1 „Persönlichkeit und Präsenz, Achtsamkeit im Lehrerberuf “, Weinheim: Beltz 2018 und für Modul 2 und 3 und zur konkreten Unterrichtsarbeit „Praxisbuch Achtsamkeit in der Schule“, Weinheim: Beltz 2017.

Modul 1: Haltung der Achtsamkeit
In Modul 1 lernen die Lehrer*innen die Haltung der Achtsamkeit kennen, d.h. sie werden über die jüngsten Ergebnisse der Achtsamkeitsforschung informiert und lernen unterschiedliche Achtsamkeitsübungen in ihrer Wirkung kennen (u.a. aus dem Bereich von „Mindfulness-Based-Stress-Reduction“). Zugleich findet Psychoedukation statt. (Erläuterung der Stressmechanismen, neurophysiologischer Grundlagen der Emotionen, Möglichkeiten der Emotionsregulation und Stressbewältigung). Es werden auch Methoden des kreativen Selbstausdrucks zur Potentialentfaltung und Präsenzschulung vermittelt.
Von Modul 1 zu 2 bekommen die Teilnehmer*innen Beobachtungsaufgaben für ihren Schulalltag und etablieren für sich eine kontinuierliche Übungspraxis.

Modul 2: Innere und äußere Stressoren
In Modul 2 untersuchen und erforschen die Teilnehmer*innen auf der Erfahrungsbasis zwischen Modul 1 und 2, was ihre ganz persönlichen inneren und äußeren Stressoren sind und wie sie die erlernten Strategien der Stressbewältigung zukünftig umsetzen können. Sie lernen ihre Ressourcen kennen und besser einzusetzen. Sie werden zu „Forschern in eigener Sache“, indem sie in ihrem (Schul-)Alltag ihre Wahrnehmung schärfen für habitualisierte hinderliche Muster, aber gerade auch für positive Ressourcen, für die Freudequellen, für lebendige Beziehungen mit Schüler*innen und für eine kreative Gestaltung des Unterrichts. In dieser Phase lernen sie schon die Übungen kennen, die sie später dann auch zur Vermittlung der Haltung der Achtsamkeit in ihren Unterricht integrieren können.

Modul 3: Vermittlung der Achtsamkeitspraxis
In Modul 3 geht es um die Vermittlung der Achtsamkeitspraxis an Schüler*innen. Die Teilnehmer*innen lernen das Curriculum AISCHU in seinem Ablauf kennen: Sie durchlaufen die einzelnen Schritte des Curriculums selbst und erspüren die Wirkungen der Übungen am eigenen Leib. Diese Erfahrungen aus der „Ersten Person“ werden verknüpft mit Informationen und Erläuterungen zu dem wissenschaftlichen Hintergrund der einzelnen Elemente.
Ganz konkret können die Teilnehmer*innen dann planen, in welcher ihrer Klassen sie mit der Achtsamkeitsarbeit beginnen möchten und wie dieses Vorhaben im Kollegium verankert und vernetzt werden kann. Es geht auch darum, wie eine Schulkultur der gegenseitigen Wertschätzung etabliert werden kann.

PDF zum Qualifizierungskurs

Fortbildungstage: 12 halbe Tage

Termine:
Modul 1: Donnerstag, 25.03.2021, 09.00 Uhr – Freitag, 26.03.2021, 17.00 Uhr Modul 2: Dienstag, 18.05.2021, 09.00 Uhr – Mittwoch, 19.05.2021, 17.00 Uhr Modul 3: Mittwoch, 23.06.2021, 09.00 Uhr – Donnerstag, 24.06.2021, 17.00 Uhr
Tagungsort: Priesterseminar Limburg
65549 Limburg an der Lahn,
Zielgruppe: Lehrkräfte, Sozialpädagogische Fachkräfte aller Schulformen
Referenten:

Vera Kaltwasser
Gymnasiallehrerin, OStR, Ausbildungen in MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction), Theaterpädagogin, Psychodrama, Qigong, Lehrercoaching, Autorin

Teilnahmebeitrag:420,00 €
inkl. Verpflegung und Übernachtung
420,00 € 6
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