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21-39-03

Ermutigungspädagogik

Qualifizierung in 4 Modulen
Mittwoch, 29.09.2021, 09.00 bis Donnerstag, 19.05.2022, 17.00
 

Das Führen einer Gruppe ist die hohe Kunst der Pädagoginnen und Pädagogen. Ihre Fähigkeit zur Gestaltung von Beziehungen sowie ihre kommunikativen Kompetenzen sind wichtige Faktoren, um Kinder und Jugendliche zum erfolgreichen Lernen zu führen. Die Ermutigungspädagogik auf der Grundlage der Individualpsychologie von Alfred Adlers bietet nützliches Handwerkszeug für gute Beziehungen, um Motivation aufzubauen und Lernprozesse in Gang zu bringen. Ermutigung bewirkt eine Änderung der inneren Haltung mir selbst und Anderen gegenüber.
Verhaltensänderung basiert nicht nur auf Wissen, sondern vor allem auf dem Tun. Lang erlerntes Verhalten wird nicht nach kurzer Zeit abgelegt, sondern bedarf einer kontinuierlichen Übung und Reflexion. Das Konzept der Ermutigungspädagogik bietet Ihnen die Möglichkeit, ermutigende Erziehungsmethoden einzuüben, sich eigener Bedürfnisse, Wertvorstellungen und Gefühle bewusst zu werden, den Fähigkeiten Ihrer Schüler*innen mehr zu vertrauen und somit Sicherheit und Gelassenheit in den täglichen Aufgaben zu steigern.

 

Modul 1: Ermutigung und Zugehörigkeitsgefühl im Zusammenhang mit (unangemessenem)Verhalten
Kinder und Jugendliche haben ihre eigenen Ziele und Bedürfnisse. Werden diese befriedigt, entwickeln sie ihre Fähigkeiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Kinder und Jugendliche, die sich nicht zugehörig fühlen, fühlen sich meist ungeliebt, sie finden ihren Platz nicht – sie sind schlicht entmutigt. Deshalb versuchen sie, mit ihren Mitteln zum Ziel zu kommen, indem sie z.B.

  • solange nerven, bis sie beachtet werden,
  • machen, was sie wollen, damit sie der Boss sind,
  • anderen wehtun, weil ihnen wehgetan wurde
  • oder sich aufgeben.
  • Dieses Modul zeigt die Auswirkungen des Zugehörigkeitsgefühls und wie dieses durch Ermutigung gestärkt werden kann. Verstehen wir das Ziel, das hinter dem Verhalten steht, wird klar, warum all diese Schüler*innen Ermutigung brauchen. Wir erarbeiten Formen der Ermutigung, und Sie spüren schnell die Auswirkungen auf sich selbst und den Umgang mit den Schüler*innen sowie anderen Menschen.

    Modul 2: Gleichwertigkeit leben und respektvoll Grenzen setzen
    Schüler*innen unserer Zeit fordern Gleichwertigkeit. Sie sind bereit konstruktiv mitzuarbeiten, wenn Erwachsene ihnen mit Respekt begegnen. Wenn Pädagog*innen Befehle erteilen, führt dies schon mal zu Machtkämpfen. Strafen und Drohungen führen i.d.R. zu Demütigungen und geben vermeintlich das Recht, andere zu demütigen, zu verletzen. Dieses Modul gibt Anregungen,

  • wie man Schüler*innen respektvoll Grenzen setzen kann,
  • wie wichtig dabei Wahlmöglichkeiten sind, also die Partizipation der Kinder
  • und weshalb Konsequenzen und logische Folgen als Orientierung für die Kinder und Jugendlichen notwendig sind.
  • Die Schüler*innen spüren den direkten Zusammenhang zwischen Verhalten und den daraus resultierenden Folgen. Konsequentes Zulassen und Anwenden von logischen Folgen macht sie zu verantwortlichen und gleichwertigen Menschen und führt somit zu einer spannungsfreieren Atmosphäre in der Gruppe.

    Modul 3: Demokratie praktizieren und ermutigend kommunizieren
    In diesem Modul wollen wir durch gezielte Übungen einander (aktiv) zuhören, durch ermutigende, praktische Methoden und klare Sprache sorgsam mit dem Anderen umgehen, um somit präsent, echt und klar auf die Schüler*innen sowie deren Eltern zu wirken und mehr eigene Sicherheit und Überzeugungskraft zu gewinnen.
    Lernende und Lehrende können die Anwendung der Ermutigung besonders lebensnah im Klassenrat praktisch umsetzen. Der Klassenrat fördert demokratisches Miteinander und Partizipation in der Schule. Sie kann so zu einem entspannteren Ort für alle Beteiligten werden. Folgende Inhalte werden u.a. erarbeitet: Vorbereitung, Struktur und Verlauf der Klassenrats-Sitzungen, Ämter und Rolle der Lehrkraft, Themen im Klassenrat, Kinderrechte als Basis und Gesprächstechniken. 

    Modul 4: Persönlichkeit überzeugt – Die Grundrichtung des ICH
    Warum reagiere ich in bestimmten Situationen/bei bestimmten Schüler*innen wie ich reagiere, mein*e Kolleg*in aber ganz anders? Lern- und gemeinschaftsförderndes Lernklima hängen stark von individuellen Prägungen der erziehenden Persönlichkeit ab. Diese Prioritäten oder Tendenzen zu bestimmten Handlungsweisen kann man ermutigt oder entmutigt leben; es gibt immer eine Wahl.
    Um die Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen zu verstehen, ist es nicht nur wichtig, die eigenen Prägungen und Verhaltensweisen zu kennen, sondern auch die Art, wie man dazu gekommen ist, seine Eigenart zu entwickeln. Wenn ich erkenne, welche Werte mir als Kind vermittelt wurden und welche Erfahrungen mich besonders geprägt haben, ergeben sich daraus weitere Erkenntnisse für mein Denken, Fühlen und Handeln bei der Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen. Damit erweitern sich meine Handlungskompetenzen.

     

    Fortbildungstage: 16 halbe Tage (gesamt)

    Teilnehmerzahl: 12 Personen

    Termine:
    Modul 1: Mittwoch, 29.09.2021, 09.00 Uhr – Donnerstag, 30.09.2021, 17.00 Uhr Modul 2: Mittwoch, 09.02.2022, 09.00 Uhr – Donnerstag, 10.02.2022, 17.00 Uhr Modul 3: Montag, 28.03.2022, 09.00 Uhr – Dienstag, 29.03.2022, 17.00 Uhr Modul 4: Mittwoch, 18.05.2022, 09.00 Uhr – Donnerstag, 19.05.2022, 17.00 Uhr
    Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
    65207 Wiesbaden-Naurod, 65207 Wiesbaden
    Zielgruppe: Lehrkräfte und sozialpädagogische Kräfte aller Schulformen
    Referenten:

    Bärbel Hörner
    Individualpsychologische Beraterin, Ermutigungspädagogin, Encouraging-Trainerin, Supervisorin, Elterntrainerin, Gestaltberaterin, Ausbilderin zum Ermutigungstrainer für Kinder und Jugendliche. Hat als Lehrerin viele Jahre die Ermutigungspädagogik praktiziert.

    Kursmanagement: Daniela Weck
    daniela.weck@pz-hessen.de
    Teilnahmebeitrag:530,00 €
    inkl. Verpflegung und Übernachtung

    21-46-02

    Lernen im Dialog im RPI Kassel

    Fortbildung in 4 Modulen
    Mittwoch, 17.11.2021, 15.00 bis Donnerstag, 03.03.2022, 18.00
     

    Seit einigen Jahren gibt es bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht (Ahmadiyya MuslimJamaat) und seit dem Schuljahr 2019/2020 Islamunterricht als Schulversuch in Hessen. Die Fächergruppe Religion und Ethik hat damit ihr Gesicht verändert. Ev., kath. und musl.Religionslehrkräfte sowie Lehrkräfte im Fach Ethik und im Fach Islamunterricht als Schulversuchkommen mit Kindern über Fragen nach Gott, Glauben und Werte ins Gespräch. Viele unterschiedlichePerspektiven treffen in einer Schule zusammen und bereichern sich. Was tröstet und Mut im Lebenmacht, kann ganz unterschiedlich beantwortet werden. Und die Frage danach, wer die Welterschaffen hat, wird erst dann interessant, wenn unterschiedliche Antworten miteinander ins Gespräch gebracht und diskutiert werden. Anhand von grundlegenden religiösen Themen, die auchfür den Ethikunterricht und für den Islamunterricht als Schulversuch relevant sind, gehen wirinhaltlich-fachlichen und didaktisch-methodischen Fragen nach.

    Modul 1: Jesus und Mohammed

    Modul 2: Kirche und Moschee

    Modul 3: Bibel und Koran

    Modul 4: Feste und Feiern im Jahreslaufs

     

    Die Veranstaltung findet statt in Kooperation zwischen dem Hessischen Kultusministerium, dem Pädagogischen Zentrum Naurod und dem Religionspädagogischen Institut der EKKW und EKHN

    Anmeldung über: kassel@rpi-ekkw-ekhn.de  

    Anmeldeschluss: 12.11.2021

    LA-Veranstaltungsnummer: 0209967302

     

    Fortbildungstage: 4 halbe Tage

    Termine:
    Modul 1: Mittwoch, 17.11.2021, 15.00 - 18.00 Uhr Modul 2: Mittwoch, 15.12.2021, 15.00 - 18.00 Uhr Modul 3: Donnerstag, 27.01.2022, 15.00 - 18.00 Uhr Modul 4: Donnerstag, 03.03.2022, 15.00 - 18.00 Uhr
    Tagungsort: RPI der EKKW und EKHN, Regionalstelle Kassel
    Heinrich-Wimmer-Str. 4, 34131 Kassel,
    Zielgruppe: Lehrkräfte für Religion (evangelisch/katholisch) und Ethik an Grundschulen, Sek I und Beruflichen Schulen
    Referenten:

    Dr. Anke Kaloudis
    RPI Frankfurt

    Anke Trömper
    RPI Kassel

    Serdar Özsoy
    Studienseminar Gießen

    Teilnahmebeitrag:Frei

    21-47-06

    Lernen im Dialog im RPI Frankfurt

    Fortbildung in 6 Modulen für Lehrkräfte der Fächergruppe Religion und Ethik
    Mittwoch, 24.11.2021, 14.00 bis Montag, 09.05.2022, 18.00
     

    Seit einigen Jahren wird das Fach Islam in Hessen in der Schule unterrichtet. Die Fächergruppe Religion und Ethik hat damit ihr Gesicht verändert. Evangelische, katholische und muslimische Religionslehrkräfte sowie Lehrkräfte im Fach Ethik kommen mit Kindern über Fragen nach Gott, Glauben und Werte ins Gespräch.
    Neben den Herausforderungen für jede einzelne Schule wird deutlich, welcher Gewinn damit verbunden ist: Viele unterschiedliche Perspektiven treffen in einer Schule zusammen und bereichern sich. Was einen tröstet und einem Mut im Leben macht, kann ganz unterschiedlich beantwortet werden. Und die Frage danach, wer die Welt erschaffen hat, wird erst dann interessant, wenn unterschiedliche Antworten miteinander ins Gespräch gebracht und diskutiert werden. Lernen im Gespräch oder im Dialog ist immer ein Gewinn!
    Wir wollen mit unserer Fortbildungsreihe »Lernen im Dialog« daran anknüpfen und Sie als Team der Fächergruppe Religion/Ethik (gegebenenfalls auch einzeln) einladen.

    Modul 1: Jesus und Muhammad
    Dieses Modul ist als Auftaktveranstaltung verbindlich

    Modul 2: Bibel und Koran

    Modul 3: Feste und Feiern im Jahreslauf (Pessach)

    Modul 4: Kirche und Moschee

    Modul 5: Feste und Feiern im Lebenslauf

    Modul 6: Best-Practice-Beispiele und Abschluss
    Dieses Modul ist als Abschlussveranstaltung verbindlich

    Voraussetzung für das abschließende Zertifikat ist die Teilnahme an mindestens 5 Modulen.

     

    Die Veranstaltung findet statt in Kooperation zwischen dem Hessischen Kultusministerium, dem Pädagogischen Zentrum Naurod und dem Religionspädagogischen Institut der EKKW und EKHN.

    Anmeldung über: frankfurt@rpi-ekkw-ekhn.de 

    Anmeldeschluss: 16.11.2021

     

    Fortbildungstage: 6 halbe Tage

    Termine:
    Modul 1: Mittwoch, 24.11.2021, 14.00 - 18.00 Uhr Modul 2: Montag, 06.12.2021, 14.00 - 18.00 Uhr Modul 3: Mittwoch, 12.01.2022, 14.00 - 18.00 Uhr Modul 4: Montag, 07.02.2022, 14.00 - 18.00 Uhr Modul 5: Montag, 14.03.2022, 14.00 - 18.00 Uhr Modul 6: Montag, 09.05.2022, 14.00 - 18.00 Uhr
    Tagungsort: RPI Regionalstelle Frankfurt (Religionspädagogisches Institut)
    Rechneigrabenstraße 10, 60311 Frankfurt
    Zielgruppe: Lehrkräfte Grundschulen, Sek I und Interreligiöses Lernen
    Referenten:

    Dr. Anke Kaloudis
    RPI Frankfurt

    Serdar Özsoy
    Studienseminar Gießen

    Teilnahmebeitrag:Frei
    Weitere Informationen: Die Fortbildungsreihe ist als analoge Präsenzveranstaltung im religionspädagogischen Institut in Frankfurt geplant, kann aber ggfs. auch digital durchgeführt werden.

    21-48-05

    Neu in der Schule – Unterstützung für Berufseinsteiger*innen

    Gut gestartet – anders als erwartet?!
    Donnerstag, 02.12.2021, 09.00 bis Freitag, 03.12.2021, 17.00
     

    Wer in der Schule tätig ist, sieht sich einer Vielzahl von Anforderungen und Erwartungen gegenüber. Alles scheint immer gleich wichtig zu sein. Gerade in den Anfangsjahren sind davon betroffen und kommen durch die vielfältigen Anforderungen an ihre Grenzen. Irgendwann hört man den Satz: "Das habe ich mir aber anders vorgestellt." Eigene Vorstellungen und Erwartungen kollidieren mit der Realität. Im Seminar soll es weniger um Theorien gehen, sondern um erlebte Praxis.
    Der Seminarleiter zeigt unterschiedliche Handlungsfelder und Problemsituationen auf und gibt Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch über strukturiertes Arbeiten, transparenten Unterricht, Umgang mit Belastungen, gerechte Notengebung und respektvolles Miteinander. Anregungen, wie man seinen Berufsalltag effektiv, auch mit digitalen Helfern, gestalten kann, runden das Ganze ab. 

    Methoden:

  • Impulsvortrag/Kurzreferat
  • Selbstreflexion und Austausch
  • Lösungsansätze aus der Praxis
  •  

    Fortbildungstage: 4 halbe Tage

    Teilnehmerzahl: mind. 12/max. 16 Personen

    Termine:
    Donnerstag, 02.12.2021, 09.00 Uhr - Freitag, 03.12.2021, 17.00 Uhr
    Tagungsort: Priesterseminar Limburg
    65549 Limburg an der Lahn,
    Zielgruppe: Lehrkräfte in den ersten Berufsjahren Sek I und II
    Referenten:

    Werner Enders
    Studiendirektor i. R., Dipl.-Theologe Der Referent war Mentor und als Mitglied der Schulleitung auch verantwortlich für die Einarbeitung neuer Lehr- und Aushilfskräfte

    Kursmanagement: Daniela Weck
    daniela.weck@pz-hessen.de
    Teilnahmebeitrag:140,00 €
    inkl. Verpflegung und Übernachtung
    140,00 € 16