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Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen

Unter dem Titel "Erziehung und Bildung im Geist der Frohen Botschaft", haben die deutschen Bischöfe sieben Thesen zum Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen veröffentlicht. Sie charakterisieren darin das Bildungsverständnis Katholischer Schulen und betonen die religiöse Dimension der Erziehung und Bildung, die pastorale Bedeutung der Schulen sowie deren Auftrag, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlicher Weltgestaltung zu erziehen. Als besondere Schwerpunkte im Profil Katholischer Schulen werden deren Beitrag zu mehr Teilhabe und Gerechtigkeit in der Gesellschaft sowie das Einüben von Dialog und menschlicher Gemeinschaft in Vielfalt hervorgehoben.

Link zum Dokument: Die Deutschen Bischöfe Nr. 102

Grundüberzeugung

Grundgelegt ist diese Überzeugung in dem Glauben, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen hat (vgl. Gen 1,27). Katholische Schulen folgen einem ganzheitlichen Bildungsverständnis, das die Entwicklung der einzelnen Persönlichkeit in kognitiver, emotionaler, sozialer und motorischer Hinsicht zum Ziel hat. Wichtig ist dabei auch die religiöse Dimension des Menschseins. So bemühen sich die Katholischen Schulen um eine Förderung der Offenheit ihrer Schülerinnen und Schüler für den religiösen Sinn ihres Lebens. Sie pflegen eine Kultur des Respekts gegenüber Angehörigen anderer Religionen und tragen gleichzeitig im Rahmen ihrer Möglichkeiten dazu bei, dass junge Christinnen und Christen ihren eigenen Glauben besser verstehen und zur Entfaltung bringen können.

Durchdringung

Das für eine christliche Lebensorientierung zentrale Verhältnis von Glaube und Wissen, von Glaube und Vernunft ist ein wichtiger Maßstab für Katholische Schulen. So steht zwar die Eigengesetzlichkeit der einzelnen Unterrichtsfächer, ihrer Didaktik und Methodik außer Zweifel. Und doch soll die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Bildungsbereichen von dem Bemühen um eine ganzheitliche Sicht der Wirklichkeit getragen werden. Deshalb gehört zu einem guten Unterricht neben der Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten auch die Förderung von wertbezogenen Einstellungen und Haltungen. Auf diese Weise erwerben die Schülerinnen und Schüler Orientierung für ihr Urteilen und Handeln im persönlichen, gesellschaftlichen, politischen und religiösen Bereich. Katholische Schulen verstehen sich als pädagogisch gestaltete Lern- und Lebensräume, in denen Kinder und Jugendliche wertbildende Erfahrungen machen. Die Bedeutung des Glaubens für die Lebensgestaltung soll nicht nur im Unterricht thematisiert und reflektiert, sondern auch im Schulalltag erkennbar werden, etwa in der Art und Weise des Miteinanders in der Schulgemeinschaft oder in der Gestaltung des Schullebens.

Schule als Erziehungsgemeinschaft

Die einzelne Katholische Schule versteht sich als eine Gemeinschaft von Personen, die in je eigener Weise und mit je spezifischer Verantwortlichkeit an dem gemeinsamen Projekt der Erziehung und Bildung zusammenwirken. Zu dieser Gemeinschaft gehören die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler, der Schulträger und die nicht unterrichtenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine herausragende Bedeutung und Verantwortung kommt dabei den Eltern als ersten und wichtigsten Erziehern ihrer Kinder zu. Die Lehrerinnen und Lehrer nehmen deshalb ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag in enger Abstimmung mit den Eltern wahr. (vgl. Die deutschen Bischöfe Nr.90, Qualitätskriterien für Katholische Schulen, ein Orientierungsrahmen, 31. Mai 2009)